Deutsch unten – täglicher Bericht auf PolarSteps!
中文下边 – PolarSteps 每日报告 !
Starting from Dushanbe, I decided to accept the challenge of crossing the Hisar Mountains on foot in the snowy month of February.
What a day it was! I set off at first light because, especially when you don’t know how the day will end, you’re always grateful for an early start. I seriously considered whether I could follow a hiking trail, but this quickly proved completely impossible. From an altitude of 1500 meters, I entered a snowy landscape where many avalanches had come down, blocking the path and even the river. At this point, I still had another 1200 meters of elevation gain ahead of me. I began to doubt whether I would succeed in crossing the Hisar range at all. The safest option was to walk along the road, even though some drivers were more concerned about making progress than about safety. Because the gradient never exceeded 12%, I barely noticed the climb. Despite the snow, the intense sunshine made it warm enough for a t-shirt, even at the highest point.
Using my headlamp, I walked through several smaller tunnels, some up to a kilometer long. Suddenly, the cars began to pile up, and I found myself walking for several kilometers alongside a traffic jam. I started to worry that I wouldn’t make it over the pass that day. But then I saw the cause: an avalanche had swept down, completely blocking the road. A large excavator was working to clear it. The cars at the front had already been waiting for several hours, and a crowd had gathered near the excavator, which I joined. However, when the excavator operator took a short break, I ran across the snow-covered blockage to the other side, allowing me to continue my journey.
After another 3 km, I reached the notorious, 5 km long Anzob Tunnel. My plan had been to hitchhike through it, as it’s unventilated, and I didn’t want to risk fainting from the thin air mixed with vehicle exhaust. But no car that could give me a ride came by. After waiting for half an hour, I decided simply to walk through the tunnel, as there was no traffic moving in either direction. Not only was the tunnel unventilated, but the first 3 km were also completely unlit. An eerie silence filled the tunnel, broken only by the dripping of water, which created the feeling of walking through a cavern. It was wonderful to walk through the tunnel, experiencing it without traffic, and the air was perfectly fine! It wasn’t until I emerged back into the daylight on the other side that a stern-faced man informed me that the tunnel was closed to pedestrians. But I was already through and could now descend along the road, which remained completely free of traffic.
After 5 km, I reached the truck jam on the other side and walked past it. After 8 km, in the darkness that had now fallen, I spotted a light, which turned out to be a restaurant. A lively group of 15 French ski tourers were having dinner at a long table, and I was able to join them. The restaurant owner kindly let me use one of his dining rooms to spend the night.
The following days were spent descending through the rugged Zeravshan Valley all the way to the border with Uzbekistan. After another day of walking, I reached the historically significant city of Samarkand, considered a crossroads of cultures. For me, this is also an important milestone, one for which I’ve accepted a lengthy detour. The city is regarded as the heart of the Silk Road and was the capital of the vast Mongol Empire in the 14th century. The entire old town has been a UNESCO World Heritage site since 2001.
For the first time on this journey, I’m staying in a proper traveller hostel, where I only have to leave my room to strike up conversations with other travellers or wander through the city.
Here in Samarkand, I’ve rejoined my original route. The loop through Afghanistan and Tajikistan has added another winter month to the calendar. I can already feel spring approaching and feel ready to head north. After two rest days, I will head northeast, aiming to reach the Uzbek capital, Tashkent, in about ten days. I still need to work out the rest of the route, but I’m planning to enter the Chinese province of Xinjiang via Kyrgyzstan and Kazakhstan.
There are a handful of other long-distance hikers travelling in a similar way to me. And yet, there are differences. My journey is distinct because I:
· Do not interrupt the walk by flying or skip any areas.
· Walk through unusual countries like Russia, Turkmenistan, or Afghanistan.
· Radically and persistently avoid roads whenever possible. Many long-distance hikers push a cart anyway, which is unsuitable for trails and paths. The road is faster, more predictable, and offers infrastructure. But normal life happens away from the road, where it’s more interesting and where walking brings more joy.
Deutsch
Von Duschanbe aus beschloss ich die Herausforderung anzunehmen und im schneereichen Februar über das Hisar Gebirge zu laufen.
Welch ein Tag! Morgens starte ich mit dem ersten Licht, denn insbesondere wenn es unklar ist, wie der Tag endet, ist man am Ende immer dankbar für einen frühen Start. Ich überlegte ernsthaft, ob ich einen Wanderweg laufen könnte. Doch dies stellte sich als völlig unmöglich heraus. Schon ab 1500 Metern Höhe erreichte ich eine Schneelandschaft, in der viele Lawinen niedergangen waren, sodass sie den Weg und sogar den Fluss blockierten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch weitere 1200 Höhenmeter vor mir. Da wurde ich schon unsicher, ob mir die Passüberquerung über das Hissargebirge überhaupt gelingen würde. Der sicherste Weg war es, entlang der Strasse zu laufen, obwohl einige Autofahrer sich mehr für ihr Vorankommen als für die Sicherheit interessierten. Dadurch, dass die Steigung nur maximal 12% betrug, merkte ich sie gar nicht. Bei intensiven Sonnenschein war selbst ganz oben noch T-Shirt-Wetter. Ich durchquerte mit meiner Stirnlampe viele kleinere Tunnel von bis zu einem Kilometer Länge. Plötzlich aber begannen sich die Autos zu stauen und ich lief mehrere Kilometer entlang einer Autokolonne. Da wurde ich unsicher, ob ich heute noch über den Pass kommen könnte. Aber dann sah ich die Bescherung: eine Lawine war heruntergegangen und hatte die Strasse völlig blockiert. Ein grosser Bagger war dabei, sie freizuschaufeln. Die vordersten Autos hatten schon mehrere Stunden gewartet und es bildete sich beim Bagger eine Menschenmenge, in die ich mich hinzugesellte. Doch als der Bagger eine kurze Pause machte, rannte ich über den Schneeberg hinweg auf die andere Seite und konnte so meine Wanderung fortsetzen.
Nach weiteren 3 km erreichte ich den 5 km langen, berüchtigten Anzob-Tunnel. Ich hatte geplant, per Anhalter durch den Tunnel zu fahren, denn er ist unbelüftet und ich wollte nicht riskieren, in der dünnen Luft und den Autoabgasen ohnmächtig zu werden. Doch es kam einfach kein Auto, dass mich hätte mitnehmen können. Nach einer halben Stunde warten beschloss ich einfach durch den Tunnel zu laufen, da ja in beiden Richtungen kein Verkehr mehr stattfand. Der Tunnel war nicht nur unbelüftet, sondern auch noch auf den ersten 3 km unbeleuchtet. Es herrschte im Tunnel eine Stille, die nur von dem Tropfen von Wasser unterbrochen wurde, sodass sich bei mir das Gefühl einstellte, durch eine Tropfsteinhöhle zu laufen. Es war wunderbar durch den Tunnel zu laufen, ihn ohne Verkehr zu erleben und auch die Luft war einwandfrei! Erst als ich auf der anderen Seite wieder das Tageslicht erblickte, lies mich ein Mann mit strenger Mine wissen, dass der Tunnel für Fussgänger gesperrt ist. Aber nun, ich war hindurch und konnte jetzt entlang der Strasse absteigen, die weiterhin völlig verkehrsfrei war. Nach 5 km erreichte ich den LKW-Stau in der anderen Richtung und lief an ihm vorbei. Nach 8 km sah ich in der inzwischen eingetretenen Dunkelheit ein Licht, dass sich als Restaurant herausstellte. Eine lustige Gruppe von 15 französischen Skitourlern war dort an einer langen Tafel am Abendessen und ich konnte mich dazu gesellen. Der Restaurantbesitzer stellte mir eines seiner Esszimmer zum Übernachten zur Verfügung.
Die folgenden Tage ging es entlang des zerklüfteten Serafschan-Tals runter bis zur Grenze nach Usbekistan, wo ich nach einem weiteren Wandertag die historisch bedeutende Stadt Samarkand erreichte, die als der Schnittpunkt der Kulturen gilt. Auch für mich ist das ein wichtiges Etappenziel, für das ich einen längeren Umweg in Kauf genommen habe. Die Stadt gilt als das Kernstück der Seidenstrasse und sie war im 14. Jahrhundert Hauptstadt des riesigen mongolischen Imperiums. Die Altstadt steht seit 2001 komplett auf der UNESCO-Welterbeliste.
Zum ersten Mal auf dieser Reise wohne ich in einem richtigen Traveller-Hostel, wo ich nur mein Zimmer verlassen muss um mit anderen Reisenden ins Gespräch zu kommen oder durch die Stadt zu schlendern.
Hier in Samarkand habe ich meine ursprüngliche Route wieder erreicht. Die Schleife über Afghanistan und Tadjikistan hat den Kalender um einen weiteren Wintermonat nach vorne gebracht. Ich spüre schon den Frühling kommen und fühle mich bereit, nach Norden zu gehen. Nach zwei Pausentagen werde ich in Richtung Nordosten laufen, um in knapp 10 Tagen die usbekische Hauptstadt Tashkent zu erreichen. Die weitere Route muss ich noch ausarbeiten, aber ich plane über Kirgistan und Kasachstan in die chinesische Provinz Xinjiang einzureisen.
Es gibt einige wenige Langstreckenwanderer, die auf ähnliche Weise wie ich unterwegs sind. Und doch gibt es Unterschiede. Meine Reise grenzt sich dadurch ab, dass ich
– Die Wanderung nicht durch Flüge unterbreche oder Gebiete überspringe.
– Durch unübliche Länder wie Russland, Turkmenistan oder Afghanistan laufe.
– Radikal und hartnäckig die Strassen vermeide, wo immer es möglich ist. Viele Fernwanderer schieben ohnehin einen Wagen vor sich her, der für Wanderwege und Pfade ungeeignet ist. Die Strasse ist schneller, planbarer und bietet die Infrastrukturen. Doch das normale Leben spielt sich jenseits der Strasse ab, wo es interessanter ist und das Wandern mehr Freude macht.
中文
从杜尚别出发,我决定接受挑战,在白雪皑皑的二月徒步穿越希萨尔山脉。
这是多么棒的一天啊!我在天刚亮时出发,因为,尤其是当你不确定一天将如何结束时,你总会庆幸自己出发得早。我曾认真考虑过是否可以走徒步小径,但这很快被证明是完全不可能的。从海拔1500米开始,我便进入了一片雪原,这里发生了许多雪崩,掩埋了道路,甚至堵塞了河流。此时,我面前还有1200米的海拔落差要爬升。我开始怀疑自己究竟能否成功穿越希萨尔山脉。最安全的选择是沿着公路走,尽管有些司机更关心自己赶路,而非他人的安全。由于坡度从未超过12%,我几乎没有注意到是在爬坡。尽管有积雪,但强烈的阳光让天气暖和得足以穿T恤,即便是在最高点。
我戴着头灯,穿过了几个较小的隧道,有的长达一公里。突然,汽车开始拥堵起来,我发现自己沿着一条长长的车龙走了好几公里。我开始担心当天能否翻越山口。但随后我看到了原因:一场雪崩冲下来,彻底堵住了道路。一台大型挖掘机正在努力清理。最前面的汽车已经等了好几个小时,挖掘机旁聚集了一群人,我也凑了过去。然而,当挖掘机操作员短暂休息时,我跑过被雪覆盖的堵塞路段,到达了另一边,这才得以继续我的旅程。
又走了3公里后,我来到了那条长达5公里、臭名昭著的安佐布隧道。我原本的计划是搭便车穿过隧道,因为隧道内没有通风设施,我不想冒险因稀薄空气混合汽车尾气而昏倒。但是没有一辆能载我的车经过。等了半小时后,我决定干脆步行穿过隧道,因为当时两个方向都没有车辆通行了。隧道不仅没有通风,而且前3公里完全没有照明。隧道内一片寂静,只有水滴落的声音打破宁静,让人感觉仿佛是在一个溶洞里行走。步行穿过隧道的感觉棒极了,在没有车流的情况下体验它,而且空气也完全没问题!直到我从另一端重新回到日光下,一个表情严肃的男人才告诉我,隧道禁止行人通行。但我已经过来了,现在可以沿着仍然完全没有车辆的公路下山了。
走了5公里后,我遇到了另一方向的卡车长龙,并从旁边走过。走了8公里后,在已然降临的黑暗中,我看到了一丝光亮,原来是一家餐馆。一群由15名法国滑雪旅行者组成的欢乐团队正在一张长桌旁吃晚饭,我便加入了他们。餐馆老板好心让我用他的一间餐厅过夜。
接下来的几天,我沿着崎岖的泽拉夫尚河谷一路下行,直达乌兹别克斯坦边境。又经过一天的徒步,我抵达了具有历史意义的城市撒马尔罕,这里被认为是文化的交汇点。对我来说,这也是一个重要的里程碑,为此我接受了一次漫长的绕道。这座城市被视为丝绸之路的核心,并在14世纪曾是庞大的蒙古帝国的首都。整个老城自2001年起被联合国教科文组织列为世界遗产。
这是我旅途以来第一次住在真正的旅行者青年旅舍,我只需要离开房间,就能和其他旅行者聊天,或者在城市里漫步。
在撒马尔罕,我重新回到了最初的路线。绕行阿富汗和塔吉克斯坦的这一圈,让日历又向前推进了一个冬季月份。我已经能感觉到春天的临近,并准备好向北前行。休息两天后,我将向东北方向行进,目标是在大约十天内抵达乌兹别克斯坦首都塔什干。接下来的路线我还需要规划,但我打算经吉尔吉斯斯坦和哈萨克斯坦进入中国新疆维吾尔自治区。
有少数几位长途徒步者正以与我类似的方式旅行。然而,也存在一些差异。我的旅程与众不同之处在于:
· 我不会通过乘飞机中断徒步,也不会跳过任何地区。
· 我会徒步穿越像俄罗斯、土库曼斯坦或阿富汗这样不常见的国家。
· 只要有可能,我会彻底且执着地避开公路。许多长途徒步者本来就推着一辆小车,这不适合走徒步小径。公路更快,更可预测,并且提供基础设施。但正常的生活发生在公路之外的地方,那里更有趣,徒步也带来更多乐趣。



















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