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After 4,500 km and 115 days of hiking, I’ve reached my milestone destination: Klagenfurt. Since my last post in Munich two weeks ago, I’ve crossed beautiful Austria and am now close to the Slovenian border. I’d love to spend more time here—Austria offers incredible alpine trails, Camino routes, and long-distance cycling paths. Few countries could have made the intense heat more bearable, with rivers and lakes always nearby for a refreshing dip. I also hiked high-altitude mountain trails where the air was pleasantly cool. The hospitality here is amazing too, with guesthouses everywhere and plenty of alpine huts even in remote areas.
Back in Germany, just before the Austrian border, Guang and I parted ways. She took the train from Raubling back to our home in Zurich and won’t rejoin me until late July. Saying goodbye was as hard as ever, and I felt deeply sad while hiking along the Inn River. But once I reached the mountains, the challenging terrain demanded full focus, distracting me from my thoughts. Ahead lay the trail to Ellmauer Tor, marked with a black circle. “How hard could it be?” I thought—after all, it was labeled red-white-red. Only later did I learn that such paths in Austria can reach difficulty level T5. Sure enough, I found myself clinging to vertical rock faces, gripping steel cables for dear life. The trick was never to look down. It took me all morning to reach the top, and I didn’t meet a single hiker along the way. I even filmed a funny clip in a patch of snow—check it out!
By afternoon, the Alpine valleys grew unbearably hot, so I shifted my hikes to early mornings. I woke at 3:30 AM, started at dawn (4:30 AM), and took long breaks or checked into lodges by midday. Even so, the humidity after 10 AM made hiking grueling. To cope, I drenched myself in water whenever possible—far more effective than sweating it out. Often, I’d wade into streams fully clothed. Three perks:
1. No time wasted changing.
2. Wet clothes keep you cool longer.
3. Instant laundry—goodbye, sweat!
(Just remember to pocket your phone first. 😜)
For the Alpine crossing, I chose the 2,459-meter-high Korntauern Pass. After a night of thunderstorms, the trail was damp and foggy. The fir forest teemed with black salamanders—I must’ve seen nearly 1,000, carefully stepping around them. Some were even mid-brawl (watch the video!). The pass, once a Roman cart road, still had stretches of ancient paving. Higher up, it grew cold, windy, and misty—I was literally in the clouds. Thankfully, no snowfields remained to complicate the crossing. For six hours, I didn’t meet a soul until descending.
The next three days followed the Möll River, then the Drau through Spittal, Villach, and finally Klagenfurt. I arrived at 11:30 AM—a major milestone. Klagenfurt, capital of Carinthia and a sister city of my hometown Wiesbaden, was entirely new to me. So imagine my shock when someone yelled my name! A cyclist—my Airbnb host, as it turned out. She’d recognized me from my website (not many hikers roam cities at 30°C with backpacks, trekking poles, and hats). We met again as planned at the apartment.
Despite the heat, I explored the city, eager to see its emblem: the Lindwurm dragon. Legend says it once lurked in the swamps where Klagenfurt now stands. Locals outsmarted it by baiting a hooked cow, capturing the beast, and founding the city safely.
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Nach 4500 km in 115 Wandertagen habe ich mein Etappenziel Klagenfurt erreicht. Seit meinem letzten Posting in München vor zwei Wochen habe ich das wunderschöne Österreich durchquert und befinde mich jetzt schon nicht mehr weit zur Grenze nach Slowenien. Eigentlich würde ich gerne in Österreich noch eine Runde drehen, denn das Land hat interessante alpine Wanderwege, Jakobswege und Radfernwanderwege zu bieten. Es gäbe kaum ein Land, wo ich die grosse Hitze hätte besser meistern können, denn immer ist ein Fluss oder ein See in der Nähe, in dem man sich abkühlen kann. Auch konnte ich oben auf dem Bergrad wandern, wo es angenehm kühl ist. Auch die Gastronomie ist überwältigend, überall findet man Herbergen und selbst in den Bergen gibt es viele Wanderhütten.
Noch in Deutschland, kurz vor der österreichischen Grenze trennten sich Guangs und mein Weg. Sie nahm in Raubling den Zug in unser Zürcher Zuhause und wird erst Ende Juli wieder zu mir kommen. Der Abschied mit Guang war wie immer sehr schwer und während der Strecke am Inn war ich sehr traurig. Sobald ich aber in die Berge kam, benötigte der Weg volle Konzentration, so dass ich auf andere Gedanken kam. Vor mir lag der mit einem schwarzen Kreis angegebene Steig zum Ellmauer Tor. So schwer kann der Wanderweg ja nicht sein, dachte ich, denn er war ja rot-weiss-rot markiert. Erst im Nachhinein habe ich recherchiert, dass in Österreich ein solcher Weg durchaus einem Schwierigkeitsgrad T5 entsprechen kann. Und tatsächlich musste ich mich an senkrechten Felsen vorbeihangeln und dabei den Griff vom Stahlseil niemals verlieren. Die beste Methode nach oben zu kommen bestand darin, niemals nach unten zu schauen. Fast den ganzen Vormittag benötigte ich bis oben und traf dabei keinen anderen Wanderer. Unterwegs machte ich ein lustiges Video in einem Schneerest, schaut es euch an!
Allerdings wurde es in den Alpentälern am Nachmittag unangenehm heiss. Daher verlegte ich meine Wanderzeit immer mehr in den Morgen hinein. So stand ich täglich um 3:30 Uhr auf und startete bei Tagesanbruch um 4:30 Uhr. Mittags machte ich dann eine lange Pause oder bezog gleich die Herberge.
Dennoch war es oft schon ab 10 Uhr beim wandern schwül-heiss, in der Sonne fast unerträglich zu laufen. Daher nutzte ich jede Gelegenheit, mir Wasser über den Kopf und den Körper zu schütten. Das ist viel weniger anstrengend, als den Körper mit eigenem Schweiss zu kühlen. Oft ging ich mit gesamter Kleidung in einen Bach. Das hat gleich drei Vorteile:
Ich spare mir das An- und Ausziehen.
Die nasse Kleidung kühlt noch eine ganze Weile.
Die Kleidung ist danach wieder vom Schweiss befreit und wie frisch gewaschen.
Man muss lediglich darauf achten, vorher das Handy aus der Hosentasche zu nehmen 😜
Für den Alpenübergang wählte ich den 2459m hohen Korntauern-Pass. Nach einem Gewitterregen in der Nacht war es feucht und neblig. Auf dem Weg durch den Tannenwald sah ich dermassen viele schwarze Salamander, dass ich bei jedem Schritt aufpassen musste. Ich habe sie nicht gezählt, aber an die 1000 Stück dürften es gewesen sein. Einige davon waren gerade in Zweikämpfen aktiv, schaut euch den Film an. Der Korntauernpass wurde schon von den Römern als Karrenweg ausgebaut und ich lief teilweise auf der alten Römerstrasse. Weiter oben wurde es kalt, stürmisch und bei leichtem Niesel befand ich mich in den Wolken. Zu meiner Erleichterung aber gab es keine nennenswerten Schneefelder mehr, die die Passüberquerung hätten heikel werden lassen. Ich traf dabei keinen einzigen Menschen! Erst als ich wieder weit abgestiegen war, kamen mir nach 6 Stunden Alleinsein die ersten Wanderer entgegen. Die nächsten drei Tage folgte ich erst dem Flüsschen Möll, dann der Drau über Spittal und Villach bis nach Klagenfurt.
Schon um 11:30 Uhr erreichte ich Klagenfurt, die Hauptstadt von Kärnten, ein wichtiges Etappenziel für mich. Ausserdem ist die Stadt eine Partnerstadt meiner Heimatstadt Wiesbaden und tatsächlich war ich noch nie in Klagenfurt! Darum war ich umso mehr erstaunt, als plötzlich jemand meinen Namen rief. Es war eine Frau auf dem Fahrrad. Ich kenne doch hier absolut niemanden! Dann stellte sich heraus, das sie meine Vermieterin von meinem Apartment ist, die sich vorgängig meine Webseite angeschaut und mich erkannt hatte. Es gibt ja nicht so viele Wanderer in der Stadt, die bei 30°C mit Rucksack, Stock und Hut herumlaufen. 1 km später trafen wir uns dann nochmal wie verabredet beim Apartment für die Übergabe.
Trotz der Hitze drehte ich noch eine Runde durch die Stadt, vor allem um das Wahrzeichen Klagenfurts, nämlich den Lindwurm anzusehen. Dieser lebte früher in den Sümpfen, wo heute die Stadt steht. Mit einer List schickte man eine Kuh an einem Haken als Köder heraus und fing damit den Lindwurm. Danach erst konnte die Stadt Klagenfurt ohne Gefahr gebaut werden.
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徒步115天、跨越4500公里后,我终于抵达了阶段目标——克拉根福。自两周前在慕尼黑发帖以来,我穿越了美丽的奥地利,此刻已接近斯洛文尼亚边境。真想在这里多停留些时日:奥地利的阿尔卑斯山径、朝圣之路和长途自行车道令人流连。在应对酷暑方面,几乎没有哪个国家比这里更理想——随处可见的河流湖泊随时能让人清凉一夏。我还在凉爽的高山小径上徒步,沿途的 hospitality 更是无可挑剔,从客栈到山间小屋一应俱全。
在德国境内临近奥地利边境的劳布林,我和 光 暂时分别。她乘火车返回苏黎世的家中,要到七月底才会与我会合。离别如往常一样艰难,沿着因河行走时,我的心情无比低落。但一进入山区,险峻的地形需要全神贯注,反而让我无暇感伤。前方标着黑色圆圈的埃尔毛尔门山径看起来不过如此——毕竟有红白红标记嘛!事后我才知道,这种路径在奥地利可能达到T5难度。果然,我不得不抓着钢索攀越垂直岩壁,秘诀是:永远别往下看!登顶花了整整一上午,途中竟未遇一人,还在残雪里拍了段搞笑视频(记得看哦)。
阿尔卑斯山谷的午后酷热难耐,于是我将徒步改到凌晨:3:30起床,4:30日出时出发,中午要么长时间休息,要么直接入住客栈。但即便这样,10点后的闷热仍让徒步变成煎熬。我抓住一切机会往头上身上泼水,这可比靠汗水降温高效多了。后来我干脆穿着全套衣服跳进溪流,三大好处:
1. 省去更衣时间
2. 湿衣服持久降温
3. 汗水瞬间冲净,宛如新洗
(只要记得先掏出口袋里的手机😜)
穿越阿尔卑斯时,我选择了海拔2459米的科恩陶恩山口。夜间的雷雨让山路潮湿多雾,冷杉林里遍地黑蝾螈,每步都得小心避开——少说也有上千只,有些还在打架(视频为证!)。这条古道曾被罗马人铺作车道,高处寒风凛冽,细雨蒙蒙,我仿佛行走云端。幸好没有积雪增加风险,整整六小时独行后才见到其他徒步者。
随后三天,我沿默尔河与德拉瓦河途经斯皮塔尔、菲拉赫,最终抵达克拉根福。这座克恩滕州的首府是我重要的里程碑,也是我家乡威斯巴登的友好城市——可我从未来过!所以当有人突然喊我名字时,我惊呆了。骑车女士竟是我的民宿房东!她事先看了我的网站认出了我(毕竟30℃高温下背着行囊拄着登山杖戴帽子逛城的徒步客不多)。按约定,我们一小时后在公寓交接钥匙。
尽管炎热,我还是去看了城市地标——龙形雕像 Lindwurm。传说这条龙曾盘踞在克拉根福所在的沼泽,当地人用挂着钩子的奶牛作诱饵智擒恶龙,才得以安全建城。















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