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Daily Update on Polarsteps!
After 88 days of hiking, I reached my hometown of Wiesbaden from Portugal—a major milestone on my long journey.
Following a 4-day break at my home in Zurich, I left quietly and alone at 7 a.m. on a Sunday. For me, it was an emotional farewell, one without a fixed return date. If all goes well, it will be years before I set foot in my home in Zurich again. After the 4-day-rest from hiking, it almost felt like embarking on a new adventure. I was restless and slept poorly that night.
My first stop after Zurich was Frauenfeld, where I stayed with my former boss Stephan and his wife Silvia. Stephan is a hobby beekeeper, tending to two beehives and eight young swarms right by the house—though the neighbors aren’t always thrilled about the bees 🐝. The next morning, I could’ve won an award for clumsiness: no footage exists, but I tumbled down Stephan’s stairs. I always criticize people who stare at their phones while climbing stairs, yet that’s exactly what I did—and tripped. I managed to catch myself a few times before losing balance and landing in a large cactus with 5 cm spines. Stephan, who joined me that day, witnessed the spectacle. Later, I had to pluck broken spines from my arm with tweezers. Thankfully, nothing serious came of it.
On the way to Wiesbaden, I detoured to Radolfzell (a 30,000-person town on Lake Constance) to visit my great-aunt and spend the night. At 90, she’s as lively as a teenager—cycling, swimming, and managing her household alone. She cherishes my biannual visits, though her own sons, three grandchildren, and eight great-grandchildren rarely visit. She admits she no longer understands their world—a sad but common reality today.
Next, I trekked across the Swabian Alps and through the Black Forest, Germany’s largest contiguous woodland.
Then, a reporter from SWR (Southwest Broadcasting) reached out, interested in a short feature about me for their regional show. We met at the Rhine bridge separating Baden-Württemberg and Rhineland-Palatinate. For four hours, I walked back and forth on the bridge and along the shore while he filmed. I stayed patient—even enjoyed collaborating with Michael, the young journalist. The interview wrapped, all for just a minute of airtime. Hungry afterward, we grabbed a döner at a stand-up eatery. When we parted, I felt I’d made a new friend; we’d had such fun. Here’s the result in German Language:
The final two days to Wiesbaden were with Volker, a friend since my civil service days at Wiesbaden’s youth hostel. Despite sporadic rain, my schoolmate Jörn joined on the last leg as well, and both kept their promise to accompany me home. I showed them my patented trick: clipping an umbrella under the backpack’s chest strap to keep hands free. Armed this way, we marched on paved bike paths across Rheinhessen’s open fields down to Mainz. On Wednesday evening, May 28, 2025, we arrived in the ‘world’s most beautiful city’—Wiesbaden (photos prove it!). Right in time for dinner at my father’s, where Nina and Angela who take care of my father, had prepared a feast. We celebrated with piano and songs—a perfect welcome.
I’ll stay four days in Wiesbaden before departing June 2 with Guang for the next leg toward Singapore.
If you’re reading this, check my route—maybe I’ll pass by you! From Wiesbaden, I’ll head via Frankfurt through the Spessart, then Nuremberg to Munich. In Austria, I’ll cross from Salzburg to Graz, then through Slovenia, Croatia, Bosnia, Serbia, Bulgaria, and Turkey. Beyond, visas for Iran and Turkmenistan will dictate the path—ideally continuing via Uzbekistan, Kazakhstan, Mongolia, China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia, and finally Singapore. It’d be wonderful to meet you in person, not just online!”
Deutsch
Ich berichte täglich auf Polarsteps!
In 88 Wandertagen habe ich von Portugal aus meine Heimatstadt Wiesbaden erreicht, ein wichtiger Meilenstein auf meiner langen Wanderung.
Nach 4 Tagen Pause in meinem zu Hause in Zürich verlies ich am Sonntag früh morgens um 7 Uhr ganz unspektakulär und ganz alleine unsere Wohnung. Für mich war das dennoch ein sehr bewegender Abschied, ein Abschied auf unbestimmte Zeit. Wenn alles gut geht, dann wird es Jahre dauern, bis ich wieder in meinem Zuhause in Zürich ankommen werde. Nach den vier Ruhetagen vom Wandern hatte ich irgendwie das Gefühl, als würde ich eine neue Reise beginnen. Ich war daher innerlich etwas aufgedreht und hatte in der Nacht nicht gut schlafen können.
Die erste Übernachtung nach Zürich verbrachte ich in Frauenfeld bei meinem ehemaligen Chef-Chef Stephan und seiner Frau Silvia. Stefan ist Hobby Bienenzüchter und pflegt neben seinen zwei Bienenhäusern auch 8 junge Nachwuchsvölker direkt am Haus. Die Nachbarn sind allerdings nicht immer hoch begeistert von den Bienen 🐝. Am nächsten Morgen hätte ich bei Pleiten, Pech und Pannen den ersten Preis machen können, aber es gibt leider keine Filmaufnahme davon, wie ich beim Verlassen von Stephans Haus die Treppe heruntergefallen bin. Eigentlich kritisiere immer ich die Leute, die beim Treppensteigen ins Handy schauen. Aber genau das hatte ich an diesem Morgen getan und bin dabei gestolpert. Erst konnte ich mich noch mehrmals abfangen, bevor ich dann endgültig aus dem Gleichgewicht geriet und direkt mitten in einen grossen Kaktus mit 5 cm grossen Stacheln fiel. Stephan, der mich heute begleitete, wurde Zeuge dieses Geschehens. Auch später am Tag musste ich noch weitere abgebrochene Stacheln, die sich in meinen Arm gebohrt hatten, mit der Pinzette entfernen. Zum Glück resultiert aus dem Sturz keine ernsthafte Verletzung.
Auf dem Weg nach Wiesbaden hatte ich extra einen Umweg in das 30,000 Einwohner Städtchen Radolfzell am Bodensee gemacht, um dort meine Grosstante zu besuchen und bei ihr die zweite Nacht zu verbringen. Sie ist die Cousine meines Vaters und ist mit ihren 90 Jahren so fit und energiegeladen wie eine Jugendliche! Sie fährt noch Fahrrad, geht im See schwimmen, und führt einen Haushalt ganz ohne Hilfe. Sie freut sich sehr auf meine circa halbjährlichen Besuche. Leider bekommt sie quasi nie Besuch von ihren eigenen Söhnen, ihren drei Enkeln oder ihren acht Urenkeln. Sie sagt, dass sie die Themen ihrer Nachkommen einfach nicht mehr versteht. Das ist traurig, aber wohl heutzutage Realität.
Anschliessend ging es hoch auf die Schwäbische Alb und anschliessend durch den Schwarzwald, dem grössten zusammenhängendem Waldgebiet in Deutschland.
Bei mir meldete sich ein Reporter vom Fernsehsender SWR (Südwestrundfunk). Er war daran interessiert, mich für einen Kurzbeitrag in der rheinland-pfälzischen Landesschau zu interviewen. Wir trafen uns an der grossen Rheinbrücke, die die beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz voneinander trennt. Die nächsten 4 Stunden sollte ich mit ihm verbringen, wobei ich auf der grossen Rheinbrücke und am Rheinufer hin und her lief und er mich dabei filmte. Ich zeigte mich geduldig, ja, es machte mir auch sehr Freude mit Michael, dem jungen Journalisten, die Filmaufnahmen zu machen. Zum Abschluss gab ich noch ein Interview, und das alles nur für eine Minute in der rheinland-pfälzischen Landesschau. Nach der Arbeit war der Hunger gross und ich ging mit Michael in ein Döner-Stehlokal. Als wir uns dann trennen, hatte ich das Gefühl, in Michael einen neuen Freund gefunden zu haben. Jedenfalls hatten wir viel Spass zusammen. Das Ergebnisse dir hier:
Die letzten zwei Tage bis Wiesbaden begleitete mich Volker, den ich von meinem Zivildienst in der Jugendherberge Wiesbaden kenne und der inzwischen ein langjähriger Freund geworden ist
Trotz des wechselhaften Wetters mit vielen kleinen Schauern kam am letzten Tag noch mein Schulfreund Jörn hinzu und beide blieben ihrem Versprechen treu, mich auf meiner der letzten Etappe nach Hause zu begleiten. Ich zeigte den beiden mein Patent: man hält den Regenschirm nicht mehr in der Hand, sondern klemmt ihn unter das Brustband des Rucksacks, so dass man die Hände beim Wandern frei hat. Auf diese Art bewaffnet starteten wir den letzten Tag nach Wiesbaden auf geteerten Radwegen über die offenen Felder von der Rheinhessischen Hochebene herunter in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Am Mittwochabend, dem 28. Mai 2025 erreichten wir die schönste Stadt der Welt: die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Ich denke, dass die Fotos von Wiesbaden diese Tatsache belegen. Pünktlich zum Abendessen kamen wir bei meinem Vater zu Hause an. Nina und Angela, die meinen Vater pflegen, hatten ein grossartiges Abendessen vorbereitet! Wir hatten einen schönen Willkommensabend mit Klavierspiel und Gesang.
Vier Tage bleibe ich bei meinem Vater, bevor es am Montag, dem 2. Juni gemeinsam mit Guang auf die grosse Etappe in Richtung Singapur weitergeht.
Wenn ihr diese Zeilen liest, dann schaut doch einmal auf meine Reiseroute, ob ich bei euch vorbeikomme. Von Wiesbaden geht es über Frankfurt durch den Spessart und dann über Nürnberg nach München. In Österreich plane ich von Salzburg quer durch das Land bis Graz zu laufen. Dann geht es durch Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Bulgarien in die Türkei. Der weitere Verlauf hängt von der Erteilung der Visa für Iran und Turkmenistan ab. Die Hauptroute wäre dann weiter über Usbekistan, Kasachstan, Mongolei, China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia und schliesslich nach Singapur. Es wäre wunderbar, euch unterwegs nicht nur virtuell, sondern auch in Wirklichkeit zu treffen!
中文
我每天写在 Polarsteps
经过88天的徒步,我从葡萄牙回到了家乡威斯巴登——漫长旅程中的重要里程碑。
在苏黎世的家中休息4天后,周日清晨7点,我独自悄无声息地离开了。对我而言,这是一次没有归期的告别。如果一切顺利,下次回到苏黎世的家可能是多年之后。短暂停歇后再度启程,竟有种开启新冒险的错觉。那一夜,我心神不宁,辗转难眠。
离开苏黎世的第一站是弗劳恩费尔德,借宿在前上司Stephan和妻子Silvia家。Stephan是业余养蜂人,除了两座蜂箱,还在屋旁照料着8群幼蜂——尽管邻居们并不总是欢迎这些蜜蜂🐝。第二天早晨,我差点荣登“倒霉蛋冠军”:没有影像记录,但我摔下了Stephan家的楼梯。我总批评那些边爬楼梯边看手机的人,结果自己那天早晨偏偏就这么干了——然后绊倒了。踉跄了几次后,我彻底失去平衡,一头栽进一株5厘米尖刺的巨型仙人掌里。同行的Stephan目睹了这场惨剧,后来我还得用镊子拔出扎进胳膊的断刺。幸好伤势不重。
去威斯巴登途中,我特意绕道博登湖畔的拉多尔夫采尔(人口3万)探望我的姑姥姥,并在她家过夜。90岁的她活力如少女,骑车、游泳、独自打理家务。她非常期待我每半年的拜访,但她的儿孙和八个曾孙几乎从不露面。她说自己已无法理解后辈的世界——虽悲哀,却是现实。
接着,我穿越施瓦本山和德国最大的连片森林——黑森林。
西南广播电台(SWR)的记者联系了我,想为地方节目做简短报道。我们在分隔巴符州和莱法州的莱茵河大桥上碰面。四小时里,我在桥上河畔来回走动供他拍摄。我耐心配合,甚至很享受与年轻记者Michael的合作。最终采访只剪辑成一分钟播出。饥肠辘辘的我们去了家立食式烤肉店。分别时,我觉得我们已成了朋友——相处实在太愉快了。成果在此:
最后两天,我在威斯巴登青年旅舍民服时期结识的老友Volker一路相伴。尽管阴晴不定,老同学Jörn仍在最后阶段加入,两人信守承诺陪我走完终点。我向他们展示了“专利发明”:把伞夹在背包胸带下,腾出双手。就这样,我们沿着莱茵黑森高地的自行车道,穿过开阔田野抵达美因茨。2025年5月28日周三傍晚,我们到达“全世界最美的城市”——威斯巴登(照片为证!)。赶在晚餐时分回到父亲家,护理员Nina和Angela准备了丰盛饭菜。我们用钢琴和歌声庆祝归来——完美的欢迎仪式。
我将停留四天,6月2日与Guang一同启程前往新加坡。
若你读到这些文字,不妨查看我的路线——或许会经过你的城市!从威斯巴登经法兰克福穿越施佩萨特,再经纽伦堡至慕尼黑。奥地利段计划从萨尔茨堡横穿至格拉茨,接着穿越斯洛文尼亚、克罗地亚、波黑、塞尔维亚、保加利亚和土耳其。后续路线取决于伊朗和土库曼斯坦签证——理想情况下经乌兹别克斯坦、哈萨克斯坦、蒙古、中国、越南、老挝、泰国、马来西亚,最终抵达新加坡。期待与你线下相见,而非仅限云端!














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