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Guang says: “You won’t find one woman in a hundred who would put up with this.” And she’s right! What we experienced today truly pushed us to our limits.
We followed a path far from the roads when suddenly, a river with no bridge appeared before us. I tried to cross it alone first, but halfway through, the water was chest-deep, and the current was too strong—it nearly swept me away! After two attempts (with and without my backpack), we gave up. However, crossing the river was practically our only option. Taking a detour via the road would have added 15 km, making it impossible to reach our daily goal. So, I devised a route over a nearby railway embankment, which required trudging through waterlogged, sticky mudfields and wading through deep water. Two hours and 8 kilometers later, we finally reached the other side of the “impassable” river. We had made it!
But barely an hour later, we faced another deep, raging river that we couldn’t cross. By chance, a pickup truck drove by (we hadn’t seen anyone else all day). We asked if the driver could take us to the other side. The kind driver agreed, and we hopped onto the back. But when he saw the river, he had to back out—it was far too deep for his vehicle. So, I attempted to cross on foot. The water reached my navel, and the current nearly swept me away. At the last second, I managed to grab a bamboo stalk and pull myself to the other side. But what about Guang? How would she get across? Bravely, she set out. I went back into the water, holding the bamboo with one hand and extending my trekking poles with the other, which Guang used to pull herself across. Sadly, there’s no photo of this moment—you’ll have to use your imagination! By then, we were completely soaked, and with the temperature at 9°C and strong winds, we were freezing. After another 14 km, we reached our accommodation in pouring rain as darkness fell. A hot shower saved us from hypothermia, and we ran out of space to hang all our wet clothes in the room.
Who would have thought such cold and wet conditions were possible in southern Spain? Meanwhile, Zurich is enjoying 19°C and sunshine today. Feel free to pity us!
Morón de la Frontera, Spain
Today’s distance: 44 km, Total distance: 452 km
Accommodation: Posada Boutique El Gallo Morón, 70€
Weather: Rain & Storm, 9°C
Deutsch
Guang sagt: unter 100 Frauen findest du keine, die das mitmacht. Und recht hat sie! Denn was wir heute erlebt haben, ging wirklich an unsere Grenzen.
Wir folgten einem Weg fernab von den Strassen, als plötzlich vor uns ein Fluss ohne Brücke auftauchte. Ich versuchte die Durchquerung zunächst alleine, aber in der Mitte war das Wasser brusttief und vor allem die Strömung zu stark, sodass es mich hätte mitgerissen! Nach zwei Versuchen (mit und ohne Rucksack) gaben wir auf. Allerdings war die Durchquerung quasi alternativlos. Mit einem zusätzlichen Umweg über die Strasse von 15km hätten wir unser Tagesziel nicht erreichen können. Dann entwickelte ich eine Route über einen nahegelegenen Bahndamm, die eine Durchquerung der mit Wasser vollgesogenen, klebrigen Erde der Felder sowie das Waten im tiefen Wasser erforderte. Zwei Stunden später erreichten wir nach 8 Kilometern das andere Ufer des unüberwindbaren Flusses. Wir hatten es geschafft!
Doch kaum eine Stunde später lag vor uns wieder ein tiefer, reissender Fluss, den wir nicht überqueren konnten. Zufällig kam ein Pickup Truck vorbei (heute haben wir sonst eigentlich niemanden getroffen). Wir fragten, ob er uns vielleicht auf die andere Seite mitnehmen könnte. Der nette Fahrer bejahte und wir stiegen hinten auf. Doch als er den Fluss sah, musste er passen. Der Fluss war viel zu tief für sein Fahrzeug. Nun versuchte ich es zu Fuss. Der Fluss ging mir bis zum Bauchnabel und die Strömung riss mich fast fort. In letzter Sekunde konnte ich noch ein Bambushalm greifen und so konnte ich die andere Seite erreichen. Aber was war mit Guang? Wie sollte sie herüberkommen? Mutig ging sie los. Ich ging zurück in Wasser, hielt mit einer Hand das Babus und reichte mit der anderen Hand meine Wanderstöcke, an denen sich Guang herüberziehen konnte. Schade, davon gibt es leider kein Foto. Ihr müsst hier eure bildliche Vorstellungskraft und Phantasie spielen lassen. Nass waren wir jetzt sowieso und bei 9°C mit stürmischen Wird war uns auch kalt. Nach weiteren 14 km erreichten wir im strömenden Regen bei Anbruch der Dunkelheit unsere Unterkunft. Dort rettete uns eine heisse Dusche vor dem Erfrieren. Beim Trockenen der nassen Kleidung gingen in unserem Zimmer die Aufhängemöglichkeiten aus.
Wer hätte je gedacht, dass so eine Nässe und Kälte in Südspanien möglich ist. Heute scheint in Zürich bei 19°C die Sonne. Man darf uns heute bedauern!
中文
2025年3月9日,星期日,西班牙莫龙-德拉弗龙特拉
今日里程:44公里,总里程:452公里
住宿:Posada Boutique El Gallo Morón,70欧元
天气:暴雨和狂风,9°C
光说:“在一百个女人里,你也找不到一个愿意忍受这种事情的。”她说得对!我们今天经历的一切真的让我们到了极限。
我们沿着一条远离公路的小路前行,突然,一条没有桥的河流出现在我们面前。我先是尝试独自渡河,但走到一半时,水已经深及胸口,水流太急,差点把我冲走!尝试了两次(一次背着背包,一次没背)后,我们放弃了。然而,渡河几乎是唯一的选择。如果绕道公路,会增加15公里的路程,我们就无法完成当天的目标。于是,我设计了一条路线,穿过附近的铁路堤坝,这需要我们穿过被水浸透的黏土田,还要涉过深水。两小时后,我们终于走完8公里,到达了那条“不可逾越”的河流对岸。我们成功了!
但不到一个小时,我们又遇到了一条又深又急的河流,无法渡过。这时,一辆皮卡车恰好经过(今天一整天我们都没遇到其他人)。我们问司机是否能带我们到对岸。好心的司机同意了,我们爬上了车后斗。但当他看到河流时,他不得不放弃——水太深了,他的车过不去。于是,我尝试徒步渡河。河水深及肚脐,水流几乎把我冲走。在最后一刻,我抓住了一根竹子,才勉强到达对岸。但光怎么办?她怎么过来?她勇敢地出发了。我回到水里,一手抓着竹子,另一手伸出登山杖,光抓住登山杖,把自己拉了过来。可惜的是,这一幕没有照片——你们只能靠想象力了!此时,我们已经全身湿透,气温只有9°C,加上狂风,我们冻得发抖。又走了14公里后,我们在倾盆大雨中抵达了住处,天已经黑了。热水澡让我们免于失温,但房间里挂湿衣服的地方都不够用了。
谁能想到,在西班牙南部也会有这么冷和潮湿的天气?今天苏黎世阳光明媚,气温19°C。今天你们可以同情我们










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